Leserbrief an die Handwerks-Zeitung

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Ist Ausbildung von Migranten sinnvoll?

In den Artikeln wird verschwiegen, dass gemäß einer Mitteilung (FAZ 2015) von Herrn Dr. Semper 70 % der Migranten eine Ausbildung wieder abbrechen. Das dürfte auch jetzt noch nicht viel anders sein. Bestimmte Handwerksberufe sind für deutsche Jugendliche nicht mehr interessant. Das ist überhaupt der Grund, warum man Migranten einstellt. Ein anderer Weg wäre, diese Berufe attraktiver zu machen. Muss man z.B. wirklich um 7 Uhr morgens frische Semmeln kaufen können? Beiden Artikeln kann man sprachliche Ungenauigkeiten vorwerfen. Mal heißt es Flüchtlinge, dann Geflüchtete oder mit Fluchthintergrund. Weil fast alle aus sicheren Drittstaaten eingereist sind, halten sie sich illegal in Deutschland auf. Gemäß Grundgesetz Art. 16 genießen nur politisch Verfolgte Asyl, und das auch nur solange, wie der Fluchtgrund besteht. Ein Recht zur Integration oder sagar zur Nachholung von Familien gibt es nicht. Nur ca. 0,5 % der Asylanträge werden positiv entschieden. Aber egal ob jemand Asylant, Migrant, Schutzsuchender, Geflüchteter usw. ist, keiner von Ihnen hat das Recht, dauerhaft in Deutschland zu bleiben. Wenn ein Handwerksbetrieb also jemand einstellt, auf den die genannten Begriffe zutreffen, so geht er das Risiko ein, dass die Ausbildung evtl. nicht beendet werden kann. Unabhängig davon bewundere ich den Mut und die Geduld der Betriebe, die trotzdem einen Migranten einstellen. Wenn jemand tatsächlich seine Lehre mit Erfolg abgeschlossen hat, sollte er in sein Land zurückkehren, um sein Wissen und Können dort weiterzugeben.

Brozowski Bürotechnik
Inh. Udo Brozowski
kanalstraße 1
82362 Weilheim