Leserbrief an die Handwerks-Zeitung

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Viele Auszubildende brechen die Lehre ab

Sie schreiben, dass ein Drittel der Ausbildungsverträge aufgelöst wird. Es wäre interessant zu erfahren, wie das Verhältnis zwischen Verträgen mit Migranten und Deutschen ist. Herr Dr. Semper hat vor wenigen Jahren geschrieben, dass 70 Prozent der Ausbildungsverträge mit Migranten aufgelöst werden. Man muss aber berücksichtigen, dass viele technische Handwerksberufe inzwischen so hohe Anforderungen stellen, dass Bewerber mit Hauptschulabschluss speziell in der Berufsschule scheitern. Die Politik in manchen Bundesländern trägt eine Mitschuld, wenn die Schüler z.B. die Rechtschreibung nicht mehr beherrschen, weil sie nach Gehör schreiben durften. Oder wenn die Anforderungen an den Sprachschatz so gering sind, dass manche Jugendliche nicht mehr in der Lage sind, längere Sätze zu sprechen. Und auch die Anforderungen in Mathematik werden vermindert, weil sonst die Migrantenkinder nicht mitkommen. Das ist der falsche Weg, der dazu führen wird, dass hauptsächlich Hauptschüler in anspruchsvollen Berufen die Lehre abbrechen. Sie schreiben, dass es Firmen gibt, die bei der Ausbildung erfolgreicher sind. Ich behaupte, dass die Ursache dafür im Wesentlichen an der richtigen Auswahl der Auszubildenden liegt. Ich habe vor vielen Jahren auch ausgebildet und den Fehler gemacht, unkritisch Bewerber eingestellt zu haben, die vom Arbeitsamt vermittelt wurden.

Brozowski Bürotechnik
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