Leserbrief an die Handwerks-Zeitung

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Ungerechte Corona-Hilfen

Es heißt in dem zuerst genannten Artikel "Und tatsächlich müssen nun viele Selbständige die Soforthilfen zurückzahlen." Hier wüsste man gerne, aus welchen Gründen. Hat der Staat seine Zusage nicht gehalten und/oder die Antragsteller getäuscht? Bezüglich Hartz IV-Anträge wird offenbar erwartet, dass Antragsteller zuerst Ihre Ersparnisse aufbrauchen müssen, bevor sie die Grundsicherung bekommen. Das ist eine grobe Ungerechtigkeit, denn damit wird ein Selbstständiger erst recht durch den Staat, der seine Notlage verursacht hat, ruiniert. Es heißt in dem Artikel auch, nur die FDP habe sich für die Selbstständigen stark gemacht. Man sollte fairerweise sagen, dass auch die AfD sehr früh schon einen Plan für Hilfen vorgestellt hat.

In dem anderen Artikel wird darauf hingewiesen, dass man einen Steuerberater braucht, wenn man einen Antrag auf Zuschüsse stellen will. Ich habe und brauche übrigens keinen, benötige auch keine Hilfe. Aber so entstehen für den Antragsteller zusätzliche Kosten, ohne zu wissen, ob sein Antrag genehmigt wird. Die Regelung, dass nur derjenige Zuschüsse bekommt, dessen Umsatz mindestens um 60 % gegenüber dem Vorjahr eingebrochen ist, halte ich für willkürlich und ungerecht. Man hätte eine stufenlose Regelung einführen müssen, wobei die Zuschüsse sich an der prozentualen Verminderung des Umsatzes ausrichten. Der Staat hat rigoros und unnötig in die Eigentumsrechte der Selbstständigen eingegriffen. Nun müsste er die Verantwortung dafür tragen und Entschädigung für den entgangenen Gewinn leisten - nur so wäre es eine gerechte Lösung!

Brozowski Bürotechnik
Inh. Udo Brozowski
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